Tipps zum Revier

Mesolonghi

Trizonia

Galaxidhi

Kanal von Korinth

Korfos

Angistri

Poros

Porto Heli

 

Mesolongi

Mesolongi ist zwar kein "Muss"- aber sehr wohl ein empfehlenswerter "Kann" - Stoppover auf dem Weg vom oder zum Golf von Korinth. Bei der Ansteuerung muss man auf die westlich und östlich vorgelagerten Untiefen achten und sich strikt an die Kanalein- und durchfahrt halten. Der Kanal ist 2.7 sm lang und führt zu einem großen Hafenbecken von ca. einer halben sm Durchmesser - also Platz genug zum Ankern. An die Stadtpier im Ostteil zu gehen ist nicht empfehlenswert, da dort der nächtliche Geräuschpegel durch vorbeifahrende Mopeds schier unerträglich ist. Besser liegt man in der neuen Marina im Westteil des Beckens mit Schwimmstegen, Murings , Wasser und Strom. Auch Duschen und Toiletten sind vorhanden. Die Marina hat 2009 eröffnet, ist aber noch nicht fertig gestellt. Liegekosten wurden 2009 noch nicht erhoben. Schiffe können per Kran an Land gestellt und in Stahlgestellen abgestellt werden. Entfernung zur Stadt ca. 2 - 3 km. Betreiber ist ein Holländer, Jo Mennen, der in seinem Prospekt verspricht, dass 2010 nahezu alle Einrichtungen der Marina mit 250 Liegeplätzen zur Verfügung stehen werden. Preisbeispiel: 11 m - Yacht 145 € /Monat an Land oder im Wasser. Kranen: 10 € / Meter raus oder rein. Bordleben gestattet, Elektrizität und Wasserverbrauch per Zähler. Informationen unter: www.messolonghimarina.com , Tel: 0030 - 2631025232, Fax: 0030-2631027120

Mesolongi - Diaschau im .pdf-Format, bitte auf das Bild klicken!

Trizonia

Trizonia ist immer noch feste Anlaufstelle für Segler, die den Golf von Korinth bereisen - aber wie lange noch? Welch Paradies war dieser Inselhafen noch vor 10 Jahren - und was ist heute daraus geworden? Ein Abwrackhafen für ausgediente Schiffe und ein Wasserdauercamperplatz! Bis auf die Außenseite der äußeren Mole waren alle Plätze des Hafens belegt mit Dauerliegern, verlassenen Schiffen und Wracks oder solchen, die es demnächst werden. Ein Zustand, der darauf zurückzuführen ist, dass der Hafen kostenloses Liegen an bestens geschützter Stelle ermöglicht. Keiner kümmert sich um die verlassenen Schiffe, niemand ist für die Vergabe oder Belegung der Plätze zuständig. Der Hafen wurde nie fertig gestellt. Schächte für Wasseranschlüsse und Strom sind vorhanden, jedoch wurden keine Leitungen gelegt. Die Schächte liegen z.T. offen an der äußeren Pier und stellen eine Gefahr für Spätheimkehrer dar. Vorsicht! Die besten Plätze sind schon mit "Privatbojen" markiert und "reserviert" - ein Unding in einem freien Hafen, wo JEDER das gleiche Recht auf alle Plätze hat. Gerne hätte ich erlebt, was der Bojenbesitzer gesagt hätte, wenn er mich an seinem Platz liegend vorgefunden hätte, auf diese Argumente wäre ich gespannt gewesen! An seiner Boje klebte ein Zettel: "Bitte für Athenoula frei lassen, komme am 26. August zurück!" Mit welchem Anspruch, welchem Recht macht er so etwas? Er bezahlt NICHTS für den Platz und beansprucht ihn mit einer solchen Selbstverständlichkeit? Abhilfe und Rettung für den Hafen brächte nur eine organisierte Aktion der Griechen, endlich einen Hafenmeister einzusetzen, der Liegegebühren erhebt und die Platzvergabe organisiert. Zumindest "Müllgebühren" wären angezeigt (Wasser gibt es nur an wenigen Stellen und Strom gar nicht) und damit komme ich zum nächsten Problem der Insel: Dem MÜLL!

Schon vor zehn Jahren wurde der Müll der Insel (und somit auch der Yachties)per Pickup auf die Westseite gekarrt und dort abgeladen. Damals prognostizierte ich, dass, sollte dies so weiter gehen, die Insel ein Müllproblem entwickeln würde. Der Müll war zwar aus den Augen und somit aus dem Sinn, aber nicht entsorgt. Ein Problem, welches leider nicht nur Trizonia hat, sondern sehr viele schöne Stellen in Griechenland, insbesondere Inseln. Deshalb gilt für uns fahrendes Volk eine eherne Regel:

LASSE NIEMALS DEINEN ABFALL AUF EINER INSEL ZURÜCK SONDERN NIMM IHN WIEDER MIT !

Das, was sich mittlerweile dem Beobachter bietet, der sich die Mühe macht, in Trizonia mal den westlichen Hang hoch zu laufen ist ein abscheuliches Desaster: Tonnen von Müll jeglicher Art liegen dort auf Halde, stinkt gen Himmel und produziert Ratten in Massen. Mich würde es nicht wundern, wenn eines Tages einmal wie im Horrofilm Horden von Ratten von dem Hügel im Hafen einfallen würden - eine apokalyptische Vision, die sich hoffentlich nie bewahrheiten wird!! Ob dagegen tatsächlich das Katzenzuchtgehege (!) hinter dem Hafen helfen wird, wage ich zu bezweifeln! Im Hafen selbst verkommt der hintere Teil immer mehr zur Abraumhalde von Sperrmüll und Schutt. Was einmal ein von der EG bezahlter Volleyballplatz und Basketballplatz war ist nun schon zur Hälfte zugeschüttet. Ein Vorgang, der umso unverständlicher wird, wenn man bedenkt, dass der kleine Ort und seine mittlerweile 4 Tavernen (früher waren's mal zwei) komplett vom Yachttourismus abhängig ist - auf der einen Seite braucht man das Geld, auf der anderen Seite vergrault man die Segler, indem man den Hafen verkommen lässt. Auch , wenn mir das Ärger einbringen wird, ich behaupte mal: typisch griechisch! Nachgefragt warum, gibt es eine Erklärung: Die zwei Familien des Ortes, die sagen wie die Geschicke Trizonias gelenkt werden, sind sich nicht grün - und damit neiden sie sich jeglichen Profit aus der Hafenanlage. Statt sich zumindest in dieser Sache zusammen zu tun, darf keiner was tun ! Auch: Typisch griechisch!!!

Leider ist der YACHTCLUB über der Bucht immer noch verwaist. Nach dem Tod von Allison, der Betreiberin, sucht dieses wunderschöne Fleckchen immer noch einen neuen Käufer. Das Grundstück ist traumhaft, das Clubhaus eher Villa Kunterbunt. Der Preis von 180.000 € ist - zu hoch.

Zum Schluss die gute Nachricht: Die Taverna "Porto Trizonia" ist für meine Begriffe nach wie vor die Beste vor Ort und ist seit drei Generationen im Familienbesitz. Man kann hier gut und preiswert essen und wird nett bedient. Tavernenbesitzer Thanassis, sein Sohn Christos sowie seine Mutter Dimitra in der Küche sorgen für besten Service.

Bilderschau "Trizonia" - bitte auf das Bild klicken!

Galaxidhi

Galaxidhi ( 38 Grad 22'21'' N, 022 Grad 23'58'' E) ist ein Kleinod an der Nordküste des Golfes von Korinth. Es empfiehlt sich ebenfalls als Stoppoverhafen auf dem Wege von oder zu dem Kanal von Korinth ( Distanz zum Kanal: 40 sm, zur Brücke Rio/Antirio: 16 sm). Der Hafen liegt in einem sich verengenden schmalen Fjord, an dessen Nordseite im äußeren Abschnitt man anlegen kann auf ausreichender Wassertiefe (> 2,5 m). I.d.R. geht man Bug oder Heck zur Pier. Der Typ mit der Kapitänsmütze ist der Wassermann und nicht der Hafenmeister! Er hat keine Weisungsberechtigung, obwohl er so tut als ob. Der Hafenpolizist möchte besucht werden und verlangt 8,33 € für eine 10,5m - Yacht. An der Pier gibt es Wasser und Strom. Cafés und Tavernen direkt gegenüber. Sehr schön restaurierte Häuser im Ort, das Marine-Museum ist einen Besuch wert. Guter Ausgangspunkt für einen Delphi-Besuch. Busse 3 x täglich um 8, 12 und 15 Uhr. Vorsicht bei der Untiefentonne 0,3 sm n-estlich der Hafeneinfahrt!

Kanal von Korinth

Sicher gibt es schon genügend Infos zu diesem Kanal. Dennoch hier noch ein paar, die ich in keinem Führer sonst gefunden habe: Von Westen kommend sollte man sich ca. zwei Meilen vorher per Funk auf Kanal 11 bei "Posidonia Channel control" anmelden. Man bekommt dann einen Standby-Hinweis und wird anschließend aufgerufen zur Durchfahrt. Gezahlt wird am Estlichen Ende des Kanals beim Tower, vor dem man längsseits anlegen kann. Diese Einfahrt nennt sich "Istimia Channel Control". Für eine 10,5 Meter Yacht bezahlt man 127.- €. Von Osten kommend muss man also zuerst an die Pier und bezahlen und dann zur Durchfahrt.

Korfos

Korfos ist ein versteckter Hafen an der Ostküste des Peloponnes, ca. 16 sm vom Kanal von Korinth entfernt. Man rundet bei der Ansteuerung die kleine Insel Petronissi und hät weiter Kurs 270 bis sich auf Steuerbord überraschend die weiträumige Bucht auftut, in der man praktisch überall sicher ankern kann. Im NE der Bucht sind Bojenlieger mit Murings. Dort zu ankern empfiehlt sich nicht, da die Gefahr besteht, dass man sich im Grundgeschirr der Bojenlieger verheddert, so wie uns passiert ist, als wir plötzlich in einem 40 Kg - Fischeranker hingen. Die Taverne im NE ist empfehlenswert: "Selana". Nicht direkt davor ankern, dort liegt der Fischeranker! An der Pier im Westteil der Bucht gibt es Muringleinen vor den beiden Tavernen. Allerdings steht der normale NE-Wind immer voll auf der Pier, so dass man schon gut aufpassen muss auf den Halt der Leinen. Es gibt alle Einkaufsmöglichkeiten. Es soll Fahrtensegler geben, die hier überwintern.

Angistri

Diese Insel liegt im SW der Insel Aigina. Zwischen der Insel Angistri und der Insel Aigina gibt es noch eine weitere kleine Insel namens Metópi. Zwischen dieser und dem Hafen Aigina (sprich: Ägina) verläuft eine Barre mit 8 m Wassertiefe - für Sportbootfahrer also ungefährlich. Zwischen der Insel Metopi und der Insel Angistri gibt es auch eine Barre, die jedoch nur 3.5 m Wassertiefe aufweist und nicht ganz ungefährlich ist. Man sollte diese Barre nur bei ruhigem Wetter befahren. Angistri selbst hat zwei Häfen, der eine, Skala Angistri liegt südlich der Barre und hat Wassertiefen zwischen 2 und 5 m. Der andere, größere, Haupthafen liegt im Norden der Insel und hat einen 100 m langen Wellenbrecher, an dessen Innenseiten allerdings Steine das Anlegen erschweren. Nur neben dem Fähranleger gibt es zuverlässige, jedoch wenige Anlegemöglichkeiten. Die beste Stelle der Insel liegt allerdings ganz im SW hinter der kleinen Insel Dorousa. Dort gibt es einen kleinen Fischerhafen, vor dem man mit Anker und Landleine sicher liegen kann. Das Wasser ist so sauber wie sonst nirgends im Saronnischen Golf. Eine Taverne an Land serviert gute und frische Fischgerichte. Vorsicht ist allerdings bei den Weinpreisen geboten! Es gibt nur sehr teure Flaschenweine und keine "offenen". Direkt südlich der Taverne liegt nochmal eine Bucht, wo man ebenfalls mit Heckleine zum Land gut liegen kann. Wer auf Aigina einen kompetenten Mechaniker braucht, der sollte Dimitri anrufen, er repariert alles an Motoren: Tel. Mobile: 0030-6972324733


Liegeplatz Angistri

Poros

Poros - nicht zu verwechseln mit Paros oder Paxos, heißt die Insel im Süden des Saronnischen Golfs südlich von Athen. Für viele gilt sie als eine "klassische Schönheit" , eine Perle des Golfs sozusagen. Mit Recht. Bei Sportbootfahrern beliebt wegen der bestens geschützten und weitläufigen Reede vor dem Ort, verzaubert der Ort selbst mit seiner traumhaften Lage. Die eine Seite des Ortes ist Westen zugewandt und dem nur durch eine schmale Durchfahrt nach Norden verbundenen Meeresarm, die andere Seite liegt malerisch an dem engen Kanal nach Osten in Richtung Ägäis. Poros hat alles: Verträumte Gässchen, viele Restaurants, einen Einkaufsbazar, zahlreiche Kafénions, eine trubelige Uferstraße, Schmuckgeschäfte, u.v.m. Dazu kommt neuerdings auch eine für Sportbootfahrer runderneuerte Hafenmole mit überall ausreichender Tiefe, Stromanschlüssen und Wasserhähnen, die im Westen des Ortes liegt. Außerdem wurde dort ein Schwimmsteg mit Platz für 40 Yachten eingerichtet, dieser allerdings ohne Wasser und Strom und (noch) ohne Muringleinen. Der Hafenmeister geht rum und kassiert moderate Liegegebühren um die 10 Euro. Supermarkt direkt am Fuß des Schwimmsteges. Tavernen und Cafés zur Auswahl. Ein kleiner Geheimtipp: Taverna Karavolos, bei Theo und Maria Verveniotis, man muss ein wenig suchen danach, liegt rechts vom Schwimmsteg ca. 150 in einer Seitengasse versteckt - hat aber leckerstes Essen! Wer hat's gewusst? Poros hat auch eine Werft und zwar im Osten nach der Kanaldurchfahrt auf der Peloponnesseite. Landliegeplätze mit Anleger zum Rauskranen (mobil) bis zu 10 Tonnen, Preise habe ich leider nicht erfragen können.

Poros - Bilderschau, bitte auf das Foto klicken!

Porto Heli

Wie an anderer Stelle schon beschrieben, ist P.H. ein guter Überwinterungshafen. Frank's Boatyard hat 40 Muringbojen, die man als Wasserliegeplatz mieten kann und ebensoviele Stellplätze an Land, auf denen man sein Schiff sicher über den Winter bringen kann. Die Muringbojen sind allerdings im Sommer voll belegt. Rechtzeitige Anmeldung und Reservierung ist also unbedingt ratsam. Alle Reparaturarbeiten an Schiff, Segel und Motor können vor Ort zu realistischen Preisen kompetent erledigt werden. Man kann duschen und seine Wäsche waschen. P.H. ist im Sommer ziemlich überfüllt mit Athener Touristen zu Wasser und zu Lande. Die Preise sind dementsprechend hoch. Beste Empfehlung ist die Taverne Alexandra am Kreisverkehr. Der Besitzer ist nett und spricht deutsch. Gute Essensqualität. P.H. hat alle Einkaufsmöglichkeiten. Mehrere automatische Bankschalter. TiPP: Manolis am kleinen Kreisverkehr in Höhe des Anlegers für die Athenschnellfähren: Urigste Kneipe vor Ort!

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